Honorar-Beratung

Die Branche der Finanzberatung hat seit jeher einen schlechten Ruf. Dieses auch zu Recht. Wo eine Beratung draufsteht, ist in Wahrheit oft nur ein Produktverkauf drin. Die meisten Berater sind in erster Linie Produktverkäufer. Sie verdienen ihr Geld nicht durch die Beratung ihrer Kunden an sich, sondern daran, dass sie eine Abschlussvergütung für die Verträge erhalten.
Oft führt dies dazu, dass Berater in einer Zwickmühle stecken: Sie müssen ihre Ausgaben decken oder die Verkaufsvorgaben ihres Arbeitgebers erfüllen und können dem Kunden deshalb nicht die beste Empfehlung geben. Sie sind auf die Abschlussvergütung angewiesen. demnach ist das Problem hier im System.

WAS IST EIN HONORARBERATER?

Im Gegensatz zu den Verkäufern die Abschlussvergütung erhalten, wird ein Honorarberater für die Beratung an sich bezahlt. Er verdient sein Geld nicht mit Abschlussvergütung, sondern damit, dass er seinen Mandanten sein Fachwissen und seine Zeit zur Verfügung stellt. Dafür bekommen seine Kunden im Anschluss eine Rechnung – ähnlich wie ein Rechtsanwalt oder ein Steuerberater. Ob sich der Mandant zum Schluss der Beratung dafür entscheidet, ein Produkt abzuschließen oder nicht, spielt für den Verdienst des Honorarberaters keine Rolle. Somit schafft der Berater eine größere Transparenz.
Demnach könnte es auch dazu führen, dass Ihnen der Berater von einem Abschluss eines Angebots, welches Sie erhalten haben, abrät. Zum Beispiel können Sie einen Honorarberater dafür bezahlen, dass er Sie zu der Frage berät, ob Sie in die private Krankenversicherung wechseln sollten oder nicht. Wenn er Ihnen davon abrät, kann Ihnen das über Ihr Leben Tausende von Euro sparen und Sie im Extremfall sogar vor dem finanziellen Ruin retten.

DAS FINANZIELLE + DURCH NETTOTARIFE

Honorarberater vermitteln Nettotarife, auch Honorartarife genannt. Dies sind Versicherungen, in die keine Provision eingerechnet ist. Dadurch ist die Versicherung entweder billiger, wenn es sich um eine reine Absicherung handelt. Oder es kommt deutlich mehr heraus, wenn es um ein Sparprodukt geht, zum Beispiel eine Altersvorsorge. Da diese Art der Beratung hohe Transparenz schafft und für den Kunden oftmals enorm hohe finanzielle Vorteile hat, wird diese von Verbraucherschützern empfohlen.