Veranstalterhaftpflichtversicherung

Wenn viele Menschen zusammen sind und ausgiebig feiern, besteht immer ein gewisses Risiko, für Unfälle und Schäden. Für diese muss der Veranstalter mit seinem gesamten Vermögen haften. Im günstigsten Fall kommt es nur zu Umsatzeinbußen, im schlimmsten droht der finanzielle Ruin. Gerade Personenschäden können schnell zu Schadensersatzforderungen in Millionenhöhe führen. Durch den Abschluss einer Veranstalterhaftpflicht können sich Ausrichter von Events vor solchen Forderungen schützen. Für bestimmte Veranstaltungen mit einem erhöhten Schadensrisiko wie beispielsweise Sportveranstaltungen ist der Abschluss einer Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben.

Häufig gestellte Fragen

Durch die Veranstaltungshaftpflichtversicherung werden in erster Linie Personen- und Sachschäden abgedeckt. Vermögensschäden sind nur dann inbegriffen, wenn sie als Folge eines Personen- oder Sachschadens auftreten. Falls beispielsweise ein Besucher über ein Kabel stürzt und deshalb für einen gewissen Zeitraum nicht arbeiten kann, übernimmt die Veranstaltungshaftpflicht neben den Behandlungskosten und einem Schmerzensgeld auch den Verdienstausfall.

Des Weiteren kommt die Veranstaltungshaftpflicht auch für Schäden auf, die während des Auf- und Abbauens von benötigtem Equipment entstehen. Der Transport zum Veranstaltungsort ist bei den meisten Policen ebenfalls abgesichert. Die Veranstalterhaftpflichtversicherung gilt nicht nur an den Tagen des Events. Bei den meisten Policen gilt eine Vorbereitungs- und Nachbereitungszeit von jeweils 3 Tagen. Diese kann je nach Bedarf gegen einen Aufpreis verlängert werden.

In der Veranstaltungshaftpflichtversicherung ist gleichzeitig auch ein passiver Rechtsschutz enthalten. Kommt es zu einer Schadensersatzforderung prüft die Versicherung zunächst inwieweit diese berechtigt ist. Sind die Forderungen unbegründet oder fallen unangemessen hoch aus, so werden diese durch die Veranstaltungshaftpflicht abgewehrt. Diese wäre beispielsweise der Fall, wenn sich zwei Gäste gegenseitig einen Schaden zufügen. Hierfür kann der Veranstalter nicht verantwortlich gemacht werden.

Das wichtigste Kriterium bei der Prämienberechnung ist die Zahl der Besucher. Je nach Tarif wird die Prämie pauschal für eine bestimmte Teilnehmerzahl oder mit einem Betrag pro Besucher ermittelt. Dazu wirken sich die versicherten Risiken sowie Deckungssumme und Selbstbeteiligung auf die Höhe der Prämie aus.
Beim Abschluss der Veranstalterhaftpflicht sollte genau darauf geachtet werden, welche Veranstaltungsarten abgesichert sind.
Wie hoch die Prämie genau ausfällt, hängt immer vom gewählten Tarif ab. Die folgenden Beispiele können jedoch als Anhaltspunkt genutzt werden:

  • Tanzveranstaltung mit etwa 200 Besuchern: ca. 120 €
  • Sommerfest mit Fußballturnier und 250 Besuchern: ca. 110 €
  • Open-Air Veranstaltung mit Bewirtung und Zeltaufbau und 1.000 Besuchern: ca. 200€
  • 3-tägiges Straßenfest mit Bewirtung und 15.000 Besuchern: ca. 1.000 €
  • Da sich die Prämien je nach Anbieter deutlich unterscheiden können, empfiehlt sich ein genauer Versicherungsvergleich.


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