Krankentagegeld im Detail:

Mit die wichtigste private Zusatzversicherung ist ohne Zweifel die private Krankentagegeldversicherung. Allein ein Blick auf die nackten Zahlen belegt dies. Im Jahr 2013 bestanden knapp 3.6 Millionen Verträge. Aber obwohl schon eine so große Zahl von Versicherungen besteht, ist der Bedarf in diesem Bereich noch lange nicht gedeckt. Dies zeigt sich vor allem bei den gesetzlichen Krankenkassen, wo noch sehr viele Selbstständige erst ab dem 43ten Tag der Krankheit von der gesetzlichen Krankenversicherung eine Geldleistung pro Tag der Arbeitsunfähigkeit bekommen. Dies trifft natürlich auch Existenzgründer und Freiberufler, die auch Mitglied in der Krankenversicherung sind. Arbeitnehmer, also Angestellte und Arbeiter, haben es da in der GKV besser.

Häufig gestellte Fragen

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Frei wählbare Karenzzeiten, für Arbeitnehmer frühestens ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit (KT 43) oder wahlweise ab dem 92. (KT 92), 183. (KT 183) oder 365. (KT 365) Tag der Arbeitsunfähigkeit.
Das heißt hier also, dass es immer individuell auf den Kunden abgestimmt wird.

Zwei Begriffe kann man leicht durcheinander bringen: Krankengeld und Krankentagegeld. Beides sind Lohnersatzleistungen – Krankengeld wird von der gesetzlichen Krankenkasse gezahlt, Krankentagegeld von einer privaten Versicherung. Nur gesetzlich Krankenversicherte können Krankengeld erhalten. Für wen das Krankengeld ausreicht, und wer zusätzlich ein Krankentagegeld abschließen sollte, erfahren Sie in diesem Ratgeber. Wer voll privatversichert ist, bekommt kein Krankengeld und braucht deswegen unbedingt ein ausreichendes Krankentagegeld.
Leicht verwechseln kann man das Krankentagegeld auch mit dem Krankenhaustagegeld, das man als zusätzliche Leistung bei Aufenthalt im Krankenhaus abschließen kann. Im Gegensatz zum Krankentagegeld ist eine Krankenhaustagegeldversicherung meist überflüssig.

Um das Krankentagegeld zu erhalten, brauchen Sie ein Attest Ihres Arztes, das Ihre Arbeitsunfähigkeit für den erforderlichen Zeitraum bescheinigt. Dieses reichen Sie bei Ihrer Versicherung ein.

Machen Sie zunächst eine Haushaltsaufstellung. Ermitteln Sie die monatlichen Ausgaben, auf die Sie im Falle einer längeren Krankheit nicht verzichten können. Bei Selbstständigen kommen wahrscheinlich auch weiterlaufende Betriebsausgaben hinzu. Diese Kosten sollten Sie monatlich im Krankheitsfall durch Krankengeld und/oder Krankentagegeld abgesichert haben.
Das Krankengeld, das Sie nach sechs Wochen Arbeitsunfähigkeit erhalten, beträgt bei Arbeitnehmern 70 Prozent des regelmäßigen Bruttoeinkommens, höchstens jedoch 90 Prozent des letzten Nettoarbeitsentgelts. Davon werden die Arbeitnehmeranteile zur Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung abgezogen, was einen Abzug von circa 12 Prozent ausmacht.

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