D&O Versicherung

Die D&O- oder Directors- & Officers-Versicherung schützt Manager und Führungskräfte vor den finanziellen Folgen von Fehlentscheidungen. Manager sind heutzutage einem hohen Haftungsrisiko ausgesetzt. Bei einem Vermögensschaden müssen Inhaber von Führungspositionen mit ihrem gesamten Privatvermögen haften. Das Problem dabei ist, dass Führungskräfte nachweisen müssen, dass sie zu jedem Zeitpunkt sorgsam und gewissenhaft gehandelt haben. Selbst bei Fehlern von Managementkollegen können sie in Haftung genommen werden. Der Abschluss einer D&O Versicherung ist für Führungskräfte deshalb von besonderer Bedeutung.

Häufig gestellte Fragen

Beim Abschluss einer D&O Versicherung sollten insbesondere die folgenden drei Leistungsbereiche abgedeckt werden.
1. Vermögensschadenshaftpflicht
Dieser Baustein deckt zivilrechtliche Ansprüche des Unternehmens im Innenverhältnis sowie von dritten Personen ab. Zum Versicherungsschutz gehört die Regulierung von berechtigten Forderungen sowie auch die Schadensabwehr. Die Versicherung übernimmt dabei sämtliche Kosten für Gericht, Anwälte oder Sachverständige.
2. Strafrechtsschutz
Sinnvoll ist zudem der Einschluss eines Strafrechtsschutzes in die D&O Versicherung. Dieser greift bei strafrechtlichen Prozessen gegen den Versicherten.
3. Anstellungsvertragsrechtsschutz
Kommt es zu arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen von Führungskräften mit dem Unternehmen springt der Anstellungsvertragsrechtsschutz ein. Der Versicherungsschutz gilt dabei für den Manager und nicht für das Unternehmen. Übernommen werden somit alle Kosten, welche ansonsten von der Führungskraft übernommen werden müssten. Versicherungsschutz besteht auch bei außergerichtlichen Verfahren wobei hier jedoch ein Selbstbehalt gilt. Der Manager schließt diese Police für den Anstellungsvertragsrechtsschutz immer für sich selbst ab.
Mit einer D&O Versicherung können Unternehmen sämtliche Organe und leitende Angestellte absichern. Versicherbar sind neben dem Unternehmensinhaber auch Geschäftsführer, Vorstände, Aufsichtsräte, Prokuristen sowie alle weitere Führungskräfte. Der Versicherungsschutz gilt dabei ausschließlich für die versicherten Personen, nicht für das Unternehmen selbst.
Durch die D&O Versicherung werden Schadensersatzansprüche abgedeckt, welche durch Verletzung von Sorgfaltspflichten im Rahmen der beruflichen Tätigkeit entstehen. Hierunter fallen sowohl Ansprüche aus dem Innen- wie auch dem Außenverhältnis.
1. Innenverhältnis
Bei den meisten Schadensfällen geht es um die Haftung von Führungskräften im Innenverhältnis. Dabei handelt es sich um Schadensersatzansprüche, die vom Unternehmen selbst gegen ihre Führungskräfte gestellt werden. Ein Beispiel hierfür wäre, wenn der Geschäftsführer vergisst, bei einem neuen Kunden eine Bonitätsprüfung durchzuführen. Da der Kunde seine Rechnung nicht bezahlen kann, fordert das Unternehmen vom Geschäftsführer Schadensersatz. In diesem Fall würde die D&O Versicherung den entstandenen Schaden übernehmen.
2. Außenverhältnis
Die D&O Versicherung schützt den Versicherten zudem auch gegenüber Schadensersatzansprüchen von Dritten. Hierzu gehören unter anderem Lieferanten oder der Fiskus. Diese entstehen beispielsweise, wenn der Geschäftsführer den Insolvenzantrag verspätet einreicht. Besteht die Zahlungsunfähigkeit schon länger als drei Wochen können die Gläubiger gegenüber dem Geschäftsführer Schadensersatzansprüche stellen. Dies ist ein typischer Fall für die Haftung im Außenverhältnis, welche durch eine D&O Versicherung abgedeckt wird.
Weitere Beispiele für mögliche Schadensersatzansprüche:

  • Versäumung von Fristen beispielsweise zur Kündigung eines Mietvertrags
  • Fehlinvestitionen aufgrund falscher Beurteilung der Marktlage
  • Fehlerhafte Angebotskalkulationen
  • Verluste bei riskanten und spekulativen Finanzgeschäften
  • Einführung einer neuen Software, welche sich im Nachhinein als nicht geeignet herausstellt
  • Für die Begründung eines Schadensersatzanspruchs reicht bereits leichte Fahrlässigkeit aus.

    Wie hoch die Prämie für eine D&O Versicherung ausfällt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Hierzu gehört neben der gewählten Deckungssumme auch die wirtschaftliche Situation eines Unternehmens. Ein wichtiges Kriterium ist dabei die Bilanzsumme. Dazu spielt natürlich auch die Wahl der Versicherung eine wichtige Rolle. Für ein Unternehmen mit einer Bilanzsumme von 25 Millionen Euro muss bei einer Versicherungssumme von 2,5 Millionen Euro mit einer jährlichen Prämie von rund 7.000 Euro gerechnet werden. Soll im Schadensfall ein Betrag von 5 Millionen Euro abgedeckt werden erhöht sich die Prämie auf etwa 11.000 Euro.

    Für kleinere Unternehmen fällt die D&O Versicherung deutlich günstiger aus. Vor dem Vertragsabschluss führen die Versicherer eine individuelle Risikokalkulation durch. Je nach Eigentümerstruktur oder Dauer der Existenz eines Unternehmens werden Zu- oder Abschläge verteilt. Eine wichtige Rolle spielt zudem auch die fachliche Kompetenz der Führungskräfte.

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